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28.12.2010 Telefonat mit Martina Schneider von cattle dog in Not, da ist eine ältere Hündin die dringend einen Pflegeplatz sucht. Ihre Besitzerin steht wohl kurz vor dem Nervenzusammenbruch und traut sich mit dem Hund nicht mehr auf die Straße, da die Hündin alles angreift was sich bewegt. Ich bin bereit sie in Pflege zu nehmen. Das Thema ist sozialisieren, dass sie vermittelt werden kann.
30.12.2010 abends, ich komme von der Arbeit und zeitgleich mit mir treffen zwei junge Frauen mit dem Hund ein. Wir gehen hoch, ich lasse den Hund schnuppern, beachte sie aber sonst nicht großartig, koche Kaffee.
Sie läuft rum, beschnuppert alles und will sich dann zwischen mir und Küchenschrank durchdrängen, ich überlege kurz und dränge dann zurück, dass sie rückwärts wieder raus muss. Kurze Zeit drauf steht sie im Durchgang zum Wohnzimmer und weicht nicht als ich mit dem Kaffee durch will, ich gehe einfach weiter, sie wegschiebend. Sie testet mich wohl grad aus.
Als wir uns über alles unterhalten, fällt mir auf dass sie ihre Besitzerin ständig leckt, die bestätigt dann auch dass sie das immer und gerne macht, auch küssen. Dann kommt sie und lässt sich auf meine Füße fallen, den Kopf aufwärts auf meine Beine gelegt und schaut mich an, ich bin überrascht, reagiere aber nicht weiter, sie rollt sich auf meinen Füßen zusammen und ruht.
Wir brechen zu einem gemeinsamen Spaziergang auf, die Besitzerin nimmt sie, ich beobachte nur. Da in unserem kleinen Dorf um die Zeit niemand unterwegs ist, ist es unspektakulär. Nach etwa 1/3 Weg schaut Ebony mich an, kommt an meine Seite und geht wie bei Fuß neben mir, mich ansehend als wäre sie auf dem Hundeplatz. Nach einiger Zeit gibt mir ihre Besitzerin die Leine. Der Hund bleibt so neben mir für den Rest des Weges. Wieder bei mir erfüllen wir den Papierkram und dann stehen die Frauen auf, ziehen sich Jacken und Schuhe an. Ebony steht im hinteren Teil der Küche und beobachtet, als wir zur Tür gehen macht sie keine Bewegung mitzukommen. Ich verabschiede die Frauen und als ich zurück komme steht der Hund noch am gleichen Fleck, geht dann zu seinem Korb, lässt sich reinfallen und schläft. Sie bleibt ohne Regung im Korb bis ich sie für den Nachtspaziergang wecke und auch jetzt als wir rausgehen, kein suchen kein schauen wo ihre Leute sind, ich bin verblüfft. Das nächste was ich sehe: sie lahmt hinten, es wird im Laufe des Weges besser, sie läuft sich ein, also Arthrose. Na toll, ich wohne im 2. Stock, also müssen wir sehen dass wir bald ein ebenerdiges neues Heim für sie finden.
Wir hatten extra darüber gesprochen, auch das Thema Arthrose und da hieß es der Hund sei völlig gesund, naja.
31.12.2010 Wie bereits seit über 1 Monat ist alles tief verschneit und überall sieht man Leute Schnee schaufeln und jetzt zeigt der Hund an meiner Seite was in ihr steckt: wie eine Furie attackiert sie jeden sichtbaren Menschen. Ich nehme sie kurz, gehe in möglichst großem Bogen um den jeweiligen rum, ignoriere aber ansonsten ihr Verhalten. Auf den ruhigen Zwischenstücken rede ich freundlich mit ihr, lasse sie auch mal absitzen und gebe ihr 2 oder 3 mal ein kleines Stück Knabberstreifen. Da sie furchtbar verfressen ist, reagiert sie immer mehr auf meine Stimme und fixiert mich genau. Die Spaziergänge sind für mich quälend langsam. Zum einen kann sie nicht wirklich laufen, geht nur langsamen Schritt, zum anderen markiert sie stärker als jeder Rüde, muss überall ausgiebigst schnuppern. Auf der Nachmittagsrunde kann ich ihre Aufmerksamkeit schon stärker auf mich ziehen wenn wir ein angreifbares Objekt sehen und sie macht nur noch eine Attacke wenn wir auf gleicher Höhe sind, die ich wie gehabt ignoriere. Sind wir vorbei ist sie sofort wieder ganz bei mir.
01.01.2011 Sie wird schon ruhiger, die Angriffe sind nur noch kurz und erfolgen nur noch bei Begegnungen die innerhalb eines 5m Radius von uns liegen. Bei Leuten die weiter weg sind kann ich ihre Aufmerksamkeit so weit fixieren, dass sie gar nicht mehr auffällig wird. Hundebegegnung hatten wir noch nicht. Ansonsten ist sie ein Hund der vom Menschen anscheinend nichts erwartet, völlig in sich selbst ruhend, liegt sie fast nur in ihrem Korb und schläft. Sie spielt nicht, will nicht schmusen und schaut nichtmal auf wenn ich in der Küche hantiere oder etwas esse. Ich hab versucht ihr einen Schlafplatz an meinem Bett anzubieten, aber sie ignoriert es und bleibt in ihrem Korb. Wenn ich weg war, steht sie wedelnd an der Tür, ist offensichtlich froh dass ich zurück komme, aber nach einer kurzen Streicheleinheit geht sie wieder in ihren Korb. Ich hab noch nie einen so anspruchslosen Hund gehabt. Ihre Arthrose gefällt mir gar nicht, sie geht auch nur langsam, wirklich große Spaziergänge sind nicht möglich. Ich werde grünlippige Muschel bestellen, damit hab ich die beste Erfahrung.
Die erste Hundebegegnung, fast ohne Vorwarnung düst sie los wie ein Bulldozer, ich kann mich auf einer Eisplatte nicht halten, schlage hin und werde von meinem tobenden Hund weitergeschleift. Noch liegend ziehe ich mich an der Leine zu ihr hin, werfe sie um und auf sie. Meine Hand über ihrem Fang, knurrt und schnappt sie bis meine zweite Hand an der Gurgel ihr leicht die Luft abdrückt. Das muss ich 2/3 Mal wiederholen bis sie ruhig bleibt wenn ich meine Hand über ihrem Fang löse. Der Hund ist inzwischen mit seinen erschrockenen Besitzern weiter gezogen. Es ist ein freundlicher Rüde, den ich kenne, aber Ebony hat sich nichtmal die Zeit genommen zu überprüfen wen sie da vor sich hat. Ich humpel mit ihr nach Hause. Auf dem Nachtspaziergang dann erste Erfolge. In der ferne rennen lärmende Jugendliche, sie setzt zu einem Angriff an, stutzt, sieht mich an und kommt zu mir zurück ohne einen Beller. Ich lobe sie fürchterlich und belohne sie. Eine Stunde später daheim wird sie plötzlich unruhig, ich hatte sie schon einige Zeit lecken gehört. Jetzt schießt sie herum, die Zunge ständig am Boden, alles abschleckend was sie erwischt. Ich fange sie ein, sehe aber nicht was sie haben könnte. Sie windet sich und ich lasse los, sie schießt herum läuft gegen Tisch und Stühle, wird immer hektischer. Ich fange sie wieder, jetzt schnappt sie wie ein Krokodil um sich, ich kann sie nicht halten und gehe das Geschirr holen. Wieder fange ich sie, sie reagiert gar nicht mehr auf Ansprache, streife ihr das Geschirr über, sie knurrt und schnappt nach mir. Ich denke an den Maulkorb, weiß ja nicht wie das noch ausartet, entscheide mich dann aber doch dagegen. Ihre Unruhe steigt und da sie in der engen Wohnung gegen alles knallt, ist mein nächster Gedanke raus mit ihr und dann weiter sehen. Auf der Straße rennt sie los, ich hänge an der Leine, weiter, weiter immer weiter, die Zunge ständig im Schnee. Im Laufen werfe ich eine Schlinge um ihren Kopf um daran den Kopf hochzuhalten, dass sie nicht ganz so viel Schnee erwischt, denn zwischendurch hustet und würgt sie. So rennen wir durch die eiskalte Nacht, ich bin nichtmals richtig angezogen, zu schnell war der Aufbruch. Der Hund der sich sonst kaum bewegt läuft und läuft ohne Ende. Schließlich fällt sie in einen gleichmäßigen schnellen Trab, ich hab fast keine Puste mehr. Tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf aber in Wirklichkeit bin ich völlig ratlos und laufe einfach hinter ihr her. Wir waren weit über 1 Stunde unterwegs als sie endlich ruhiger wird und ich mit ihr erschöpft unser Haus ansteuere. Dort legt sie sich auf die Fliesen, nicht wie sonst in ihren Korb, das Geschirr lasse ich noch an. Ich schaue sie mir genauer an, kann aber nichts feststellen. Ich fahre meinen Computer hoch, schaue nach dem Tierarzt der Notdienst hat, aber was will ich beim Tierarzt? Puls und Atmung sind nur leicht erhöht, was aber auf die Rennerei zurück zu führen ist, Temperatur hat sie keine, die Schleimhäute sind gut durchblutet, das Herz schlägt unter meiner Hand regelmäßig und Krämpfe hat sie definitiv nicht, nach Epilepsie sieht es gar nicht aus. Während ich noch ratlos überlege, geht es wieder los. Wieder ist sie völlig abwesend dabei, ihre Augen leer. Also wieder raus auf die Straße und laufen, laufen, laufen. Diesmal nicht ganz eine Stunde lang. Dann wieder daheim bin ich völlig überfordert, erschöpft und fertig mit den Nerven, aber wieder macht es mir keinen Sinn sie ins Auto zu packen um zum Tierarzt zu fahren. Vor allem kann ich ja gar nicht fahren wenn sie einen Anfall hat, ich hab keine Box. Es geht nochmal los und wieder laufen wir, ich hab fast keine Kraft mehr, aber diesmal ist es nur kurz. Plötzlich wirft sie sich in den Schnee, wälzt sich ausgiebig und fast fröhlich, springt auf, schüttelt sich und kommt munter zu mir gelaufen als wäre nichts gewesen. Ihre Augen sind jetzt ganz klar, sie ist anwesend und macht wirklich einen munteren Eindruck. Fassungslos gehe ich mit ihr heim. Auf dem Weg wird sie immer langsamer und müder, zum Schluß muss ich sie fast hinterher ziehen. Daheim fällt sie wie tot in ihren Korb und schläft. Wir haben halb 5 in der Früh und ich brauche noch einige Zeit mich zu sammeln bevor ich total erledigt ins Bett gehen kann.
02.01.2011 wir sind beide völlig erledigt von der Nacht. Sie hat offensichtlich ziemlich Schmerzen, die Rennerei hat ihrer Arthrose nicht gut getan, aber es dürfte auch Muskelkater sein, denn sie ist zu dick und hat kaum Muskeln. Ich hab das Gefühl dass ihr auch kalt ist und schaffe es sie zu mir ins Bett zu locken. Sie liegt an mich gekuschelt und entspannt sich. Sie genießt es sichtlich, aber schmusen will sie trotzdem nicht. Wir bummeln den Tag so dahin.
04.01.2011 Ich habe heute Bürodienst und es gleicht einem Auszug: Hundedecke, Napf, Spielzeug, Futter, Guttis, meine Laptoptasche und noch eine Tasche mit Unterlagen. Ebony ist sichtlich nervös, aber auch froh mit zu dürfen. Sie untersucht das ganze Büro und lässt sich dann auf ihrer Decke nieder. Mittags gibt es keine andere Möglichkeit als in dem nahe gelegenen Park spazieren zu gehen, natürlich sehr viel belebter als mein Heimatort. Aber wir haben die letzten beiden Tage auch schon deutliche Fortschritte gemacht. Immer öfter schaut sie mich prüfend an wenn sie Leute sieht und bleibt dann ruhig, was ich natürlich belohne. Nur was unseren 3 Meter Abstand unterschreitet wird angebellt, aber auch nicht mehr ganz so aggressiv wie vorher und mit einem ruhigen "nein" und zu mir drehen kann ich sie immer öfter da raus holen. Die Hunde die wir an diesem Tag sehen sind viele Meter weit weg und sie bellt nicht, beobachtet nur. Als wir abends daheim ankommen freut sie sich sichtlich und mir wird bewusst dass sie wohl davon ausgegangen ist wieder woanders hin zu kommen. Der arme Hund, sie tut mir soo leid. Sie hat übrigens nie irgendeine Reaktion gezeigt ihre bisherige Besitzerin zu suchen oder zu vermissen. Ich weiß nicht ob sie wirklich eine Bindung aufbaut. Aber ich hab das Gefühl dass sie mir immer stärker vertraut und sich immer mehr darauf verlässt wie ich reagiere.
In der Nacht werd ich dann von einem Hund im Anfall aus dem Schlaf geholt, wieder laufen wir ewig durch eine eiskalte, verschneite Nacht und wieder endet es damit dass sie sich im Schnee wälzt und plötzlich wieder ansprechbar ist. Am nächsten Tag bin ich wie gerädert, muß aber arbeitet während sie neben mir ihren versäumten Schlaf nachholt. Sie schläft unglaublich viel. Würde ich auch gerne mal wieder.
09.01.2011 Sonntag, endlich ist das Wetter mal freundlicher, was aber auch mit sich bringt dass mehr Leute unterwegs sind. Doch wir haben gute Fortschritte gemacht, wir kommen inzwischen an fast allen Leuten ohne Attacke vorbei, nur in Ausnahmesituationen: jemand mit Stock, eine alte Frau die stehenbleibt und uns anspricht etc. schießt sie noch vor, lässt sich aber gleich korrigieren. Ich kann sie sogar schon absitzen lassen und mich mit Leuten unterhalten, allerdings wenn ich die Situation auflöse und weiter will, fährt sie doch nochmal eine kurze Attacke mit 2 Bellern als müsse sie zeigen dass sie doch nicht so einverstanden ist. An diesem Sonntag nachmittag sehe ich vor uns jedenfalls eine Gruppe Menschen rechts und links der Straße und dazu auch noch 2 kleine Hunde. Ich lasse sie sitzen und warte, aber der Pulk bewegt sich nicht, also müssen wir dadurch. Ich lasse sie bei Fuß gehen und fixiere sie völlig auf mich, ihr Blick verschmilzt mit meinem. So gehen wir durch die Gruppe, sie wendet ihren Blick nicht aus meinem und ich darf auch nicht eine Sekunde weg schauen denn dann ist der Bann gebrochen. Aber so kommen wir durch, ohne dass sie irgendwie reagiert. Ich bin fürchterlich stolz auf sie und lobe sie über und über.
Anfälle hatten wir die Woche noch einen stärkeren, der mich wieder weckte, aber auch 2 kleinere, die ich gleich zu Beginn auffangen und abwenden konnte. Sie hat definitiv Schmerzen, vor allem in der Nacht stöhnt sie immer mal wieder. Ich will jetzt erst mal 14 Tage grünlippige Muschel und Gelatinehydrolysat geben und abwarten, bevor ich weitere Schritte unternehme. Wird die Arthrose besser, aber die Schmerzen bleiben, weiß ich endgültig, dass die nicht von der Arthrose kommen.
16.01.2011 wieder ist eine Woche rum. Der ständige Schlafentzug macht mir sehr zu schaffen. Ich schlafe auch nur halb und horche immer wieder ob es bei ihr wieder losgeht. Wir hatten erneut 2 Nächte diese Woche wo wir unterwegs waren, ich die Anfälle zu spät bemerkt habe und erst aufgewacht bin als sie am Bett stand. Aber andere konnte ich abwenden. Ich habe mittlerweile einen Verdacht, den ich aber noch weit von mir schiebe, doch die Parallelen zu meinem geliebten Aussie sind einfach da. Die entseelten Augen, die Kopfschiefstellung, die nicht bestimmbaren Schmerzen...
Aber es gibt auch eine positive Entwicklung, die Begegnung mit anderen Menschen wird immer stressfreier, ich muss nur noch aufpassen wenn es zu einer Begegnung auf engstem Raum kommt. Auch an anderen Hunden können wir inzwischen vorbei, solange sie auf der anderen Straßenseite sind. Sie schickt ein, zwei Beller rüber, lässt sich dann aber sofort ablenken und wir gehen weiter ohne dass sie in der Leine hängt. Kinder auf dem Schulweg vor und hinter uns, die lärmen, rennen, etwas hinter sich herziehen, sind gar kein Thema. Ein kurzer Blick zu mir, ein prüfendes Schnuppern in die Luft und sie bleibt gelassen, ich bin stolz auf sie.
Allerdings greift sie jeden an der Angst hat. Ich begegne einer älteren Frau im Treppenhaus, die mich anspricht dass ich immer so liebe und gut erzogene Hunde habe, die man gar nicht hört. Darauf eine Stimme im Hintergrund, mein Vermieter den ich gar nicht gesehen hatte:" na aber die soll ja bös sein". Die Frau weicht kaum sichtbar zurück und sofort habe ich einen tobenden Hund in der Leine hängen, der vorher noch ganz entspannt war. Das alles war so schnell vor sich gegangen, dass ich kaum reagieren konnte. Natürlich hatte ich meinen Vermieter im Vorfeld aufgeklärt dass da wieder ein Problemhund zu mir kommt. Er hat ja auch kleine Kinder. Aber er vertraut mir und hat schon mehrere "Monster" kommen sehen, die dann friedlich wurden. Jedenfalls reagiert Ebony auf Unsicherheit und Angst sofort, aber nicht immer mit Aggression. Ich hatte ja schon beobachtet, dass sie ihre Vorbesitzerin ständig leckte. Mich leckt sie nie, selbst wenn ich ihr die Hand hinhalte. Im Beisammensein mit meinem Lehrling, 1. Lehrjahr entdeckte ich dieses Verhalten plötzlich wieder. Ebony schleckt das Mädel ständig ab, so dass ich manchmal schon einschreiten muss. Ich hab auch erlebt, dass ich einem Mädel die Leine mit einem völlig entspannten Hund in die Hand gab, weil ich einen Kunden am Handy hatte, den ich dann wegdrücken musste, weil kurz darauf ein völlig wild gewordener Hund einen Mann attackierte, der Gott-sei-Dank noch weiter weg war und das Mädel hilflos an der Leine hing. Als ich übernahm hatte ich fast übergangslos wieder einen ruhigen Hund. Aber auch ich hatte eine "gefährliche" Situation zu überstehen. Bei all meinen Hunden war es ein eindeutiges Signal wenn ich meine Zähne zeigte und "knurrte" dass ich grad absolut in Ruhe gelassen werden wollte und zog einen Schlußstrich unter vorher erfolglos gegebene Neins. Der ständige Schlafentzug zeigt seine Spuren und ich hab ja auch noch meinen Vollzeitjob. Iich lag jedenfalls erledigt auf der Couch und wollte meine Ruhe, während ein ausgeruhter Hund meine Aufmerksamkeit beanspruchte und mir immer wieder ihre Nase ins Gesicht schob. Ohne überhaupt nachzudenken, zeigte ich die Zähne und knurrte. Ich sah einen fassungslosen Gesichtsausdruck vor mir, der sich wie in Zeitlupe veränderte, die Augen wurden schillernd und sie war kurz davor mich zu packen. Während dieser Veränderung hatte ich mich aber schon langsam aufgerichtet und meinerseits den Hund gepackt und mit einem ruhigen, bestimmten "nein" entschärft. Es war eindeutig mein Fehler, aber ich hab es später nochmal ausprobiert, sie kann mit dem Signal nicht umgehen und will dann ihrerseits eindeutig angreifen. Noch eine Situation gab es, sie genießt es inzwischen eng an mich gekuschelt auf der Couch zu liegen, mag es aber immer noch nicht wirklich zu schmusen. Sie reagiert gar nicht wenn man an ihrem Korb vorbei geht, sie anspricht oder streichelt, einen Wedler gibt es da nie. Sie lag mit mir auf der Couch und mein Gedanke war mal so einen Wedler herauszulocken. Ich hab sie angesprochen, kurz gestreichelt, gestupst. Beim dritten Stupser schoß sie plötzlich mit einem Schnappen rum, um dann sofort in der Erwartung von Schläge zusammenzufahren. Mir war das schon vorher aufgefallen, wenn sie richtig ausflippt und ich dann nach ihr greife, duckt sie sich weg, weil sie Schläge erwartet, allerdings nur in dieser Situation. Ich denke irgendein Vorbesitzer hat damit seine Hilflosigkeit und Überforderung gezeigt.
Richtig ausgeflippt ist sie, als ich sie gestern das erste Mal mit bei den Pferden hatte. Offensichtlich sind das für sie große Monster. Sie ließ sich einfach nicht beruhigen in ihrer Toberei, erst als ich sie kurzerhand an ihrem Geschirr in die Luft gehoben hab und sie keinen Boden mehr unter den Füßen hatte. Das ist das letzte Mittel bei ihr. Ansonsten funktioniert es ganz gut wenn ich nach ihrem Kopf greife und ihre Augen von dem Geschehen wegdrehe und unmittelbar vor mein Gesicht bringe. Dann kann ich mit ihr reden und sie taucht mit ihrem Blick in meine Augen und beruhigt sich. Aber bei den Pferden war damit nichts zu machen, ich musste sie später sogar einmal auf den Rücken werfen und auf meiner Dominanz bestehen. Ein Mittel zu dem ich nur sehr selten greife, bei ihr seit dem Sturz und Angriff auf den anderen Hund das erste Mal. In der Nacht hat uns dieser Stress dann wieder einen Anfall beschert und wir rannten erneut ewig durch die Kälte.
22.01.2011 Ihre Arthrose wird deutlich besser,sie lahmt nicht mehr. Die Muschel wirkt wie erwartet und ich wollte ein weiteres tun und bin mit ihr zum Hundeschwimmen gefahren. Sehr weit weg von mir und leider auch teuer, aber eine tolle Sache. Nur Ebony, die angeblich Wasser liebt, sah das ganz anders. Die Physiotherapeutin wollte sie höchstens fressen aber sich auf keinen Fall von ihr anfassen lassen und ins Wasser wollte sie schon gar nicht. Ich hatte keine Schwimmsachen bei undmusste dann in meiner Unterwäsche ins Becken, konnte sie auch ein Stück mitlocken, aber sie hat nur immer mehr aufgedreht und sich ins Kläffen gesteigert, schwimmen war nicht. Ich hab abgebrochen und hatte auf dem Heimweg dann den Hund plötzlich im Anfall. Ein Tierarztbesuch ergab keinen ersichtlichen Grund für diese Anfälle, keine Epilepsie, nichts ertastbares, soweit das bei einem tobenden Hund mit Maulkorb möglich war, und auf einmal wurde als Möglichkeit ausgesprochen was ich insgeheim schon befürchtete: es kann ein Tumor im Kopf sein. Daran hab ich meinen traumhaften Aussie Rüden verloren, für mich der blanke Horror. Ich hab seitdem keinen eigenen Hund mehr, weil ich insgeheim immer Panik hatte das nochmal erleben zu müssen. In ziemlich gedrückter Stimmung und einem erschöpften Hund bin ich heim.
Aber wiederum gibt es auch schöne Entwicklungen. Ebony ist der erste Hund meines Lebens, der überhaupt nicht reagierte wenn man in der Küche hantiert, selbst wenn ich Fleisch schneide, liegt sie im Korb ohne den Kopf zu heben. Sogar wenn ich was in den Napf werfe, sagt ihr das Geräusch gar nichts. Das hat sich inzwischen geändert. Wie alle meine Hunde kommt sie jetzt und legt sich beobachtend in Reichweite. Sie bettelt nicht, das würde ich auch nicht dulden, aber sie ist in der Erwartung dass für sie etwas abfällt. Überhaupt fängt sie an wenigstens ein klein wenig lebendiger zu wirken und ein wenig von ihren fast autistisch anmutenden Zügen zu verlieren.
Sie taut richtig auf wenn wir bei den Pferden sind. Wenn wir aus dem Auto steigen hab ich erstmals einen fröhlichen Hund an der Leine, der springt und auch mal in die Leine beißt. Sobald sie Pferde sieht flippt sie immer noch aus, aber es wird schon etwas besser. Aber die ganze Umgebung des Hofes lässt sie sehr viel gelöster und eifriger werden. Es ist ein wenig, als wäre da eine Ahnung in diesem Hund dass sie mal für große Tiere gezüchtet wurde und ein ganz anderes Leben hätte führen können, wenn sie nicht ausgerechnet in Deutschland geboren wäre, wo es kaum echte Verwendung für ihre Rasse gibt.
Bei Nachtspaziergängen hab ich sie die ersten Male von der Leine gelassen. Da ist niemand unterwegs, ich kann durch die Laternen erleuchtet weit schauen und sie hat schnell gelernt dass ich nicht pfeife sondern als Signal schnalze. Allerdings bewegt sie sich auch nur selten weiter von mir weg, sie klebt ohne Leine fast noch enger an mir und schnuppert weniger rum, als mit. Es ist als müsse sie erst lernen dass sie sich frei bewegen darf. So paradox es ist, wenn ich will dass sie ihr Geschäft macht muss ich sie sogar wieder an die Leine nehmen. Übrigens eine normale Leine, denn auch die Schleppleine nutzt sie gar nicht aus. Eine Katze bescherte uns dass sie dann doch davon schoss, aber auf Rufen kam sie nach ganz kurzer Zeit wieder zurück. Tagsüber sind wir inzwischen soweit, dass sie Katzen nicht mehr verbellt. Auch Menschen werden nur noch in absoluten Ausnahmefällen angebellt. Sie lässt sich inzwischen sogar von Fremden streicheln. Ich habe mit Leuten angefangen die ich kenne, sie gebeten ruhig stehen zu bleiben und den Hund zu ignorieren und bin mit Ebony ran dass sie schnuppern konnte. Hat Ebony sich abgewendet war es das, hat sie gewedelt und mehr Interesse gezeigt so hat derjenige ihr die Hand angeboten und wenn sie darauf reagierte vorsichtig gestreichelt. Wendet sie sich ab ist sofort Schluss.
So bestimmt sie allein zu wem sie Kontakt aufnimmt und wer sie anfassen darf, das gibt ihr Sicherheit und es werden langsam immer mehr Leute die sie an sich ranlässt. Auch die Begegnung mit anderen Hunden wird entspannter, ich kann sie absitzen lassen und der andere Hund geht mit seinem Besitzer vorbei ohne dass gebellt wird. Ist sie unter Stress, fixiere ich sie wieder ganz auf mich bis der Hund weg ist, manchen Hunden schaut sie entspannt zu. Fängt der andere Hund an zu bellen, bellt sie natürlich zurück, dann gehen wir weiter und sobald wir vorbei sind entspannt sie sich, sogar wenn der andere noch nachbellt.
Ich glaube dass sie immer entspannter wird, weil sie merkt dass sie nicht mit anderen Hunden kommunizieren muss. Bei der Vorbesitzerin wurde sie den Erzählungen nach immer wieder mit Hunden zusammen gebracht in der Hoffnung dass sie sich bessert, und es ging viel schief.
Wäre ihr Gesundheitszustand nicht und die stressigen Nächte mit den Anfällen, könnte ich richtig glücklich mit der Entwicklung sein, sie ist ein toller Hund. Nach einer solchen Nacht erkältet und total fertig hab ich mal den Versuch gemacht sie für einen Spaziergang einer hundeerfahrenen Frau mitzugeben, die sie kennt. Doch sie ist sofort in altes Verhalten gefallen und hat angegriffen was sich nur bewegt hat, so dass die Frau Angst bekommen hat und sie schnell zurück brachte.
Sonntag 30.01.2011 eine heftige Woche liegt hinter uns. Nachts in einem üblen Anfall einen Tierarzt aus dem Bett geklingelt, da sie ständig würgte, aber nichts erbrach und nicht aufhören konnte zu würgen, dazu die bekannte Unruhe die sie überall gegen rennen ließ. Sie bekam ein Beruhigungsmittel und ein Schmerzmittel und war dann am nächsten Tag völlig überdreht. Ich hab vor vielen Jahren bei meinem eigenen Cattle Dog Rüden schon erlebt dass Beruhigungsmittel eher zu Überdrehung mit Abstumpfung in den Sinnen führte, so dass man an den Hund kaum ran kommt. Diese Erfahrung musste ich jetzt wieder machen, so dass auf eine grauenvolle Nacht ein stressiger Tag folgte. Aber sie bekommt jetzt auch täglich Schmerzmittel und plötzlich habe ich einen überschäumenden, aktiven Hund für den ich mir auf Dauer unbedingt eine Beschäftigung ausdenken muss, die ihre Arthrose nicht noch verstärkt. Ich werde wohl in Richtung Fährtenarbeit gehen, dafür hat sie eine tolle Veranlagung und man kann die Bewegung in ruhigere Bahnen steuern. Das Schmerzmittel brachte aber auch mit sich, dass sie Durchfall bekam und wir wieder nachts mehrfach unterwegs waren, wenn auch aus anderem Grund. Das neue Schmerzmittel ließ dann Gott-sei-Dank auch den Durchfall enden. Dafür wurde ich dann aber durch schlecken und rennen geweckt und wollte mich schon aufmachen wie gewohnt, als ich wahrnahm, dass doch irgendwas anders war. Dann stellte ich fest dass die Augen normal waren. Der Hund war da und ansprechbar und beruhigte sich sofort auf Ansprache. Dann musste sie aufstossen und das schlecken war wieder da, also Sodbrennen, das auf einen flüchtigen, verschlafenen Blick fast so wie ein beginnender Anfall aussah. Aber das ließ sich schnell abstellen, sie mag Banane und eine Scheibe Mjölk Brot und der Reiz war weg. Wenn es nicht besser wird, muss ich das Schmerzmittel erneut wechseln. Gestern musste ich sie erstmalig viel allein lassen, da ein anderes Tierschutzkind von mir, ein wildes Exmoorpony aus Beweidungsprojekt in sein neues Heim abgeholt wurde, aber Ebony hat es gut weggesteckt. Wir haben traumhaftes Wetter, der Schnee ist bis auf wenige Reste an den Rändern weg, die Sonne scheint warm und so habe ich beschlossen spazieren zu gehen.
Nach dem Motto jetzt oder nie, wohl wissend, dass Sonntag nachmittags bei dem Wetter alles unterwegs ist, bin ich mit ihr zum Damm, die Donau entlang und hab sie dort erstmalig tagsüber frei laufend mitgenommen. Der Damm ist begehbar und an seinem Fuß ist ein asphaltierter Weg der dicht bevölkert war. Jogger, Fahrradfahrer, Nordic walker, Spaziergänger mit Kinderwägen, alles tummelte sich da und ich ging oben auf dem Damm mit einem zufriedenen, entspannten Hund. Sie schaute immer wieder, kam aber auf Ruf sofort zu mir und wenn uns auf dem Damm jemand entgegen kam, oder Hunde auftauchten, hab ich sie gerufen, absitzen lassen bis sie vorüber waren. Ich bin so furchtbar stolz auf sie, wie toll sie das macht. Alles was sie sieht ist kein Problem, nur ein Mal ist sie mir ab, an den verduzten Leuten vorbei ihrer Nase nach den Damm runter. Dort hat sie geschnuppert und einen "Stock" mit der Nase angestupst. Ich hab sie gerufen und noch gerufen, "na dann bring den Stock mit", was sie auch tat und fröhlich mit "Stock" im Maul den Damm wieder hoch kam. Sie war auf halber Höhe als ich sah dass es kein Stock war, sondern der Lauf eines Rehs. Iich hab in ruhigem Ton "aus" gerufen und zu meiner Überraschung ließ sie ihn wirklich fallen und kam ohne Rehlauf zu mir, wo sie natürlich eine ganze Knabberstange dafür bekam. Wir haben schon "tauschen" geübt, da sie ein Müllschlucker ist und gerne Sachen aufnimmt, hab ich ihr beigebracht diese zu mir zu bringen und dort gegen etwas wirklich leckeres zu taueschen. Ich bin wirklich stolz auf sie und sie liegt jetzt glücklich und zufrieden an meiner Seite. Sie so entspannt frei laufen lassen zu können ist ein Erfolg an den ich vor kurzer Zeit noch nicht geglaubt habe. Aber es ist mir auch aus anderem Grund wichtig. An der Leine läuft sie einfach nicht vernünftig, auch ohne Schmerzen nicht. An der Leine bestimmt sie das Tempo, aber ist sie frei, gehe ich in meinem Tempo und sie muss sehen dass sie mitkommt. Das bringt mir ab und zu empörte Beller ein, weil ich ihr zu schnell bin aber sie wird so traben müssen und noch besser Muskeln aufbauen.
Sonntag 20.02.2011 Da das Sodbrennen nicht aufhörte mussten wir nochmals das Schmerzmittel wechseln. Dafür musste sie aber 3 Tage ohne bleiben, bevor ich das neue Mittel geben durfte. Das bescherte uns eine harte Woche mit wenig Schlaf und erneuten Anfällen. Die Nächte in einem eisigen, durchdringenden Wind durch die Gegend zu laufen macht keine Freude. Irgendwann mittendrin wälzt sie sich, schüttelt sich und ist dann wieder ganz normal. Da sie aber noch angefüllt ist mit Adrenalin hüpft sie dann freudig erregt um ein frierendes, übel gelauntes, übermüdetes Frauchen, das in dem Moment sich zwar freut dass es ihr besser geht, aber so gar keinen Sinn für Späße hat. Wir machen uns dann wieder auf den Heimweg, auf dem sie dann auch immer ruhiger und müder wird und ich sie die letzten Meter fast ziehen muss . Das neue Schmerzmittel ist flüssig lässt sich gut dosieren und sie kommt damit sehr gut zurecht. Seitdem hat sie auch keine Anfälle mehr gehabt. Allerdings hält sie jetzt nur noch etwa 6,5 Stunden aus und muss dann raus. Dadurch sind die Nächte für mich deutlich kürzer geworden, aber wenigstens kann ich die 6 Stunden durchschlafen. Es war übrigens unser erster Tierarztbesuch ohne Maulkorb, sie zeigte keine Aggression mehr, sondern nur noch die Angst die eigentlich dahinter steckt und verkroch sich in meine Arme.
Sie ist ein richtig lebensfroher, munterer Hund geworden. Letzte Woche fing sie plötzlich an zu spielen und wir hatten innerhalb kürzester Zeit meine Wohnung in ein Konfettilager verwandelt. Sie ist ein büffeliger Grobmotoriker und ich hatte noch nie einen Hund der innerhalb kürzester Zeit ein solches Chaos anrichten konnte, aber es tut so gut ihre Freude zu sehen. Sie liebt PET Flaschen zu knautschen, die machen so toll Krach dabei. Inzwischen ist sie auch sehr verschmust, liegt meist auf meinen Füßen, reagiert auf jede meiner Tätigkeiten und ist am liebsten immer mit dabei. Interessanterweise hat sie auch ihren Markierungswahn auf Spaziergängen verloren. Mit Menschen hat sie überhaupt kein Problem mehr, eine plötzliche Begegnung in der Nacht bei der ich erschrecke lässt sie kalt, sie stupst mich nur kurz an. Ein Sandler (Penner) der uns in einem engen Durchgang begegnet, sich plötzlich fast über sie beugt und wau-wau macht, lässt sie nur schauen und weitergehen. Heute früh im Dunkeln, bin ich Jürgen begegnet, er hat einen Hof in der Nachbarschaft und hat sie noch nicht gesehen. Sie ließ sich sofort von diesem baumstarken Mann anfassen und streicheln und ich bin mit ihr in den Bullenstall gegangen. Während mir diese riesigen Tiere schon fast unheimlich waren stand sie ruhig beobachtend da, ganz anders als bei den Pferden, die sie noch immer ausflippen lassen sobald sie sich bewegen. Vorgestern hatte ich sie mit im Stall, wir standen mit mehreren Leuten im Hof, Kinder liefen rum, Pferde waren angebunden, sie wurde von Leuten gestreichelt die sie nicht kannte und es waren auch mehrere Hunde um sie rum, Rüden und Hündinnen. Mit den Rüden wollte sie spielen, die Hündin hat sie erstmal verbellt, stand dann aber auch ganz entspannt und ließ sich beschnuppern. Ich stand lange mittendrin, den entspannten Hund an meiner Seite und habe es genossen. Ich bin super stolz auf sie. Das nächste wird sein, dass sie mit einem Maulkorb (Pferdebeine sind sehr empfinlich) mal ein Pferd von ganz nah beschnuppern darf und wenn sie sich daran gewöhnen kann wäre das toll, wenn nicht auch ok.
Aus einem völlig anspruchslosen Hund ist ein fordernder, teilweise recht anstrengender Hund geworden, ein echter Cattle Dog eben. Aber auch ein Clown der Freude macht. Je mehr Kondition sie bekommt, desto mehr will sie erleben und meine Wohnung ist die meiste Zeit ein Schlachtfeld geworden. Auch in punkto Futter schätzt sie inzwischen: kurz gebratene Leber, eine überbrühte Beinscheibe, gedünsteten Fisch, Äpfel, Karotten, etc. und wenn es mal "nur" Trocken/Nassfuttermisch ist schaut sie inzwischen, ob da nicht noch was Besseres kommt.
Ich hoffe dass ihr mit Hilfe der Schmerzmittel nochmal eine richtig schöne Zeit geschenkt wird ohne Stress und Angst, denn die Diagnose Krebs ist inzwischen leider bestätigt. Vielleicht schaffen wir auch eine Zeit ohne Anfälle. Sie ist ein ganz besonders toller Hund und der Gedanke was aus ihr hätte werden können wenn sie von Anfang an die richtigen Möglichkeiten gehabt hätte, lässt die Gedanken schweifen.
Ihre Geschichte ist mein Appell an Züchter noch gezielter und vorsichtiger Würfe in die Welt zu setzen im Bewußtsein an die Verantwortung die wir damit für diese tollen Hunde übernehmen. So besonders diese Rasse ist, so anspruchsvoll ist sie was ihr Handling und ihre Ansprüche an Beschäftigung betrifft. Ich liebe diese Hunde, hatte in den 90er Jahren einen eigenen und werde bei dem Anblick von Cattle Dog Bildern immer wieder schwach. Aber ich weiß auch ganz genau dass ich aus zeitlichen und gesundheitlichen Gründen die Ansprüche eines gesunden, jungen Cattle Dogs nicht mehr erfüllen könnte. Meine Bitte ist, Interessierte wirklich umfassend über die Eigenarten und Bedürfnisse eines Cattle Dogs aufzuklären und auch mal einen Verkauf abzulehnen, wenn ersichtlich ist dass es nicht passt. Keine Würfe aus der eigenen Hündin "weil sie so nett ist und es schön ist mal Welpen zu haben". Dann schaffen wir es die Flut der Notnasen einzudämmen und Hund und Mensch viel Leid zu ersparen. |